Kaum ist mit
das Erste HD und ZDF HD das HDTV-Zeitalter in Deutschland wirklich angebrochen, da erfahren wir auf den Roadshows der Branchenriesen, das schon wieder ein neues Fernsehzeitalter begonnen hat: „Tritt ein in die 3D-Welt“, werde ich aufgefordert. Natürlich ist die Welt auf der Mattscheibe gemeint, meine wirkliche ist schon immer mehr als dreidimensional. Aus Japan und Korea kommen in diesem Frühjahr TV-Geräte mit 3D-Fähigkeiten. Die Verheißung, die uns da gemacht wird, weckt Jugenderinnerungen: Einmal wie Captain Picard und Lt. Commander Data auf der „USS Enterpise“ das Holodeck betreten und mitten drin sein im fiktiven Geschehen – das wär’s doch!






Die Realität sieht freilich noch anders aus.
Um in den Genuss der räumlichen Bilddarstellung zu kommen, benötigt man neben dem 3D-Fernsehgerät eine Spezialbrille und vor allem ein passendes Programm. Was dann zu sehen ist, beeindruckt und ruft beim Betrachter durchaus Erstaunen hervor. Allerdings gibt es außer Animationsfilmen und Aufzeichnungen von ausgewählten Sportereignissen praktisch kaum 3D-Programme.Tatsächlich ist 3D eine weitere schöne neue Funktion für die Spezialcomputer, die wir Flachbildfernseher nennen, und die schon Internet und Videotelefonie ermöglichen, als Bilderrahmen dienen, Radio und Musik vom MP3-Player abspielen …

Angeboten wird die 3D-Funktion als Sahnehäubchen in den Spitzengeräten der Modellpaletten, und demVernehmen nach werden sich die Preise im normalen Rahmen bewegen. Weder der Handel noch die Käufer können mit diesen TV-Modellen etwas falsch machen. Insofern begrüße ich freudig die 3D-Fernseher und warte weiter auf die Realisierung des Holodecks.

Wie viele Elektro-Fachhändler gibt es eigentlich? Das wurde ich schon häufig gefragt. Händler eines Vertriebsweges, der bereits öfter in Prognosen totgesagt oder zumindest in der Bedeutung abgeschrieben wurde, interessiert das schon. Die Antwort aber ist nicht so einfach, denn verlässliche, gut strukturierte Zahlen sind nur schwer zu finden. Das spürte ich bei der Recherche.






Meine erste Quelle war die „Umsatzsteuerstatistik für den Einzelhandel mit Haushaltsgeräten und anderen elektrotechnischen Erzeugnissen“ des Statistischen Bundesamtes. Sie förderte zumindest eine Gesamtzahl zutage. Für 2006 weist sie 14 500 Betriebe in Deutschland aus. Daran dürfte sich seitdem nicht viel geändert haben, vor allem nicht nach oben. Zweitens konnte ich Erhebungen der BBE Retail Experts nutzen.

Rund 4500 Elektro-Fachgeschäfte – mit und ohne Handwerksabteilung – haben sie ermittelt. Dazu kommen der CE-Fachhandel, der mit einer Größe von insgesamt 7500 beziffert wird, sowie die Elektro-Fachmärkte. Will man alle Ladengeschäfte erfassen, die Elektrogeräte verkaufen, müssen noch die diversen Händler für Hausrat hinzugezählt werden. Der Möbel- und Küchen-Fachhandel sowie Kauf- und Warenhäuser mit angeschlossenen Hausgeräte- und UE-Abteilungen sind ebenfalls mit von der Partie. Ihre Anzahl ist jedoch weitaus kleiner.Mit dieser Untergliederung kam ich unterm Strich dem Wert aus dem Statistischen Bundesamtes sehr nahe. Ich gehe deshalb von etwas mehr als 15 000 Betrieben in Deutschland aus, die übrigens alle den „rfe-Elektrohändler“ erhalten. Davon gelten 12 000 als klassische Fachhändler. Und das ist nach wie vor eine überaus beachtliche Größe. Von Bedeutungslosigkeit also keine Spur &nd was wollen wir mehr?

Ihr 
Matthias Zschunke und Horst Winkler

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rfe-ELEKTROHÄNDLER